Herkunftsorte - Baden-Württemberg

In der Datenbank zum Stammbaum findet man eine komplette Liste aller Orte.

Meine Ahnen aus Baden-Württemberg kommen aus zwei Regionen:

Landkreise Baden-Württemberg

Region Heilbronn-Franken



Brettach

Brettach Der nach dem Brettachbach benannte Ort liegt ca. 15 km nordöstlich von Heilbronn. Der Name Brettach kommt von Breit-Aha = breite Aue. Das Dorf wurde spätestens um 500 gegründet und gehörte seit etwa 1331 den Herren von Weinsberg. Nach dem Verkauf an die Kurpfalz 1423 fiel der Ort zusammen mit dem Amt Neuenstadt 1504 an Württemberg. Herzog Ulrich begann 1534 mit der Einführung der Reformation, sein Sohn Herzog Chrisoph vollendete sie um 1540.

Im 16. Jahrhundert stieg die Bevölkerungszahl erheblich an, die Lebensbedingungen in Brettach müssen recht gut gewesen sein. Die Zeit des Wohlstandes wurde im 30jährigen Krieg unterbrochen, Landsknechte besetzten, plünderten und brandschatzten den Ort immer wieder. Im Jahr 1635 wurde das Dorf von einer verheerenden Pestepidemie heimgesucht.

Seit der Verwaltungsneueinteilung zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Brettach zum Oberamt Neckarsulm und seit 1938 zum Landkreis Heilbronn. Im 2. Weltkrieg wurden rund 180 Häuser zerstört. 1975 schlossen sich die ehemals selbständigen Gemeinden Brettach und Langenbeutingen zur Gesamtgemeinde Langenbrettach zusammen. Überregional bekannt dürfte der "Brettacher Apfel" sein, eine dort erstmalig gezüchtete Apfelsorte.

Um Verwechslungen vorzubeugen: es gibt noch einen anderen Ort mit dem Namen Brettach. Dieses Brettach, in der Nähe der Burg Maienfels gelegen, ist heute ein Ortsteil von Bretzfeld und gehört somit zum Hohenlohekreis.

In der Galerie findet man weitere Fotos aus Brettach.


Gochsen

Im Jahr 996 wurde "Gozzisheim" erstmalig erwähnt. Der Ort, in dem im 14. Jahrhundert Kloster Schöntal einzelne Güter und Rechte besaß, kam mit der Herrschaft Neuenstadt mit den Herren von Weinsberg im 15. Jh. an die Pfalz, 1504 an Württemberg und zählte bis 1806 zum Amt Neuenstadt, dann bis 1938 zum Oberamt Neckarsulm. 1974 vereinten sich die Gemeinden Kochersteinsfeld und Gochsen zur Gemeinde Hardthausen am Kocher. Gochsen liegt einige Kilometer nördlich von Brettach und gehört zum Landkreis Heilbronn.



Heilbronn

Erste Siedlungsspuren stammen aus der Zeit um 30.000 v. Chr. und seit der Jungsteinzeit kann man von einer dauerhaften Besiedlung der Gegend um Heilbronn ausgehen. Um 700 v. Chr. lebten Kelten im Heilbronner Becken - Keramikscherben von Siedtöpfen weisen auf eine frühe Salzgewinnung aus Sole hin. Um 90 v. Chr. wurde von den Römern ein Kastell am Neckar-Limes in Böckingen errichtet, außerdem wurden zahlreiche römische Villen und Gutshöfe rund um Heilbronn erbaut. Reihengäberfelder aus dem 4.-7. Jahrhundert weisen auf eine fränkisch-alemannische Besiedlung des Stadtgebietes hin.

Die Stadt wurde im Jahr 741 als "villa Helibrunna" ebenso wie die Michaelsbasilika (Vorgängerin der heutigen Kilianskirche) erstmals urkundlich erwähnt. Namensgebend war eine Quelle nahe der Kirche. 1281 verlieh König Rudolf I. Heilbronn das erste schriftlich fixierte Stadtrecht. 1371 erhielt die Stadt eine neue, ausgeprägt reichsstädtische Verfassung durch Kaiser Karl IV.

Rathaus HeilbronnVon 1519 bis 1522 lebte Götz von Berlichingen als Gefangener des Schwäbischen Bundes in ritterlicher Haft in Heilbronn. Im Bauernkrieg von 1525 öffnete die Stadt den Aufständischen ihre Tore. Jäklein Rorbach aus Böckingen, der Rädelsführer der Unterländer Bauern, wurde bei Neckargartach durch Georg von Waldburg verbrannt. Bereits 1528 begann die Reformation in Heilbronn - mit der Wahl des dem neuen Glauben zugewandten Hans Riesser zum Bürgermeister der Stadt.

Während des 30jährigen Krieges erlitt Heilbronn schwere Schäden. Schweden, kaiserliche Truppen sowie Franzosen besetzten nacheinander die Stadt. Nach den von Napoleon geführten Kriegen verlor Heilbronn im Jahr 1803 seinen Sonderstatus als freie Reichsstadt und kam zu Württemberg. Ab 1820 begann die Industrialisierung der Stadt - 1896 war Heilbronn mit 58 Fabriken und rund 9000 Arbeitern nach Stuttgart die größte Industriestadt Württembergs. Im Jahr 1935 wurde der Kanalhafen Heilbronn und die Großschifffahrtstraße Heilbronn-Mannheim eröffnet. Der Hafen entwickelte sich zum sechstgrößten deutschen Binnenhafen.

Am 4. Dezember 1944 zerstörte ein Luftangriff innerhalb einer halben Stunde rund 62 Prozent der Stadt, den Stadtkern völlig. Im April 1945 besetzten US-Truppen die Stadt.

1970 wurde Heilbonn durch die Eingemeindung Klingenbergs zur Großstadt. Die Region Franken wurde 1973 gebildet. Zu ihr gehören neben dem Stadtkreis Heilbronn die Landkreise Heilbronn, Hohenlohekreis, Schwäbisch Hall und Main-Tauber-Kreis. Heute hat Heilbronn rund 120.000 Einwohner. Wer mehr über die Geschichte Heilbronns wissen möchte, dem empfehle ich die Seiten des Heilbronner Stadtarchivs.

In der Galerie findet man weitere Fotos aus Heilbronn, aufgenommen von Thomas Pogan.


Neuenstadt

Neuenstadt liegt zwischen Kocher und Brettach im Landkreis Heilbronn. Die Muttersiedlung Helmbund (erstmalig erwähnt 797) kam um 1320 an die Herren von Weinsberg, welche die neue Siedlung "newe statt Helmbund" auf dem etwa einen Kilometer entfernten Höhenrücken anlegten. 1450 gelangte Neuenstadt an die Pfalz, fiel 1504 an Württemberg und war von 1618 bis 1781 Residenz einer württembergischen Nebenlinie. Bis 1807 war die Stadt im Besitz eines Amtes und zählte dann bis 1938 zum Oberamt Neckarsulm. Im April 1945 wurden durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss rund 80 Prozent aller Gebäude zerstört.

Der Ortsteil Cleversulzbach wurde vor allem durch Eduard Mörike bekannt, der dort einige Jahre als Pfarrer tätig war. Auf dem Friedhof des Ortes ruhen die Mütter Mörikes und Friedrich Schillers.


Siebeneich

Siebeneich, entstanden aus mehreren Einzelhöfen, wurde im Jahr 1335 erstmals urkundlich erwähnt. Die Herren von Weinsberg verkauften den Ort um 1450 an die Pfalz, 1504 kam es zu Württemberg. Ab 1806 gehörte das Dorf zum Oberamt Weinsberg, ab 1926 dann zum Oberamt Öhringen. Seit 1975 ist Siebeneich ein Ortsteil von Bretzfeld im Hohelohekreis. 1624 hatte der Ort 31, im Jahr 1998 dann 186 Einwohner. Siebeneich liegt einige Kilometer südlich von Brettach.




Oberschwaben

Altshausen

Altshausen ist ein Ort mit über 4000 Einwohnern und liegt zwischen Bad Saulgau und Ravensburg. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Altshausen im 11. Jahrhundert. Es gehörte zum Besitz des Grafen von Altshausen und wurde später an den Deutschen Orden verschenkt. Bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts verfügte der Ort über eine eigene Poststation. Im 19. Jahruhundert begann man mit dem Hopfenanbau, der für die Ortschaft lange Zeit eine wichtige Rolle spielte. Altshausen gehörte früher zum Oberamt und Kreis Saulgau, wird aber 1973 dem Landkreis Ravensburg zugeteilt.

Weitere Informationen findet man auf der Homepage von Altshausen.


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